Erstes Team-Interview mit Mona

Mona, mein Interviewgast

Antonie: Was ist deine Geschichte wie du zu Elhana gekommen bist?

Mona: Kathi hat mich 2017 quasi bei Elhana mit reingebracht und ich fand es sehr interessant im Kiez zu arbeiten, wo ich früher zur Schule gegangen bin. Also Kathi war der Initiator und das Interesse war geweckt, weil ich eben den Kiez von der Schule aus kannte und das ich jetzt so eine Generation/zwei Generationen später mit den Jugendlichen im Kiez arbeite ist das interessante daran.

Antonie: Was war deine Motivation dich ehrenamtlich zu engagieren?

Mona: Es tut einfach wirklich gut zu wissen, dass man ehrenamtlich tätig ist, das ist Balsam für die Seele. Man macht etwas richtig.

Antonie: Was würdest du sagen ist das Besondere an der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen aus der Werner-Düttmann-Siedlung?

Mona: Genau das was ich eingangs auch meinte warum ich angefangen habe da zu arbeiten. Ich bin mit den Generationen vorher zur Schule gegangen und vielleicht sind da auch mittlerweile Kinder von denen dabei, weil die haben jetzt schon Kinder die so 11,12,13 sind. Das ist so die Neugier am Bekannten, sagen wir mal so.

Antonie: Und was würdest du allgemein sagen, ist das Besondere an der Siedlung?

Mona: Die Leute, die da arbeiten, das darf man nicht unter den Tisch kehren, also die ganzen Akteure, die sich engagieren sind etwas Besonderes, das muss ich sagen. Emine macht das schon sehr lange mit dem Dütti-Treff und Angelika mit dem QM (Quartiersmenagement) auch. Irgendwie, ja, würde ich sagen sind das auch die Akteure.

Antonie: Warum würdest du sagen, dass ein Projekt wie Elhana besonders gut in den Kiez passt?

Mona: Weil es eine sehr schöne Brücke schlägt, zwischen dem neu gentrifizierten und denen, die früher da gewohnt haben. Dadurch das die Nachhilfen bei Elhana zu Hause passieren findet ein, ich benütz das blöde Wort „interkultureller Einblick“ oder ein Austausch statt. Nehmen wir mal nicht interkultureller Einblick, sondern es ist eine Türe, die sich öffnet für jemanden der nicht unbedingt weiß was hinter der Tür steckt.

Antonie: Dann beschreib doch mal so ein bisschen deine Aufgaben bei Elhana und was du da machst.

Mona: Ich betreue unsere große „mail@elhana“ Adresse wo sehr viel Spam kommt und wo aber auch super viele sehr tolle Angebote für Kinder kommen, die ich dann an die ÖA weiterleite oder wenn Anfragen für Lernpatenschaften kommen ans Freiwilligenmenagement. Ich lege Personalakten an und mach die Akten Ablage. Ich bin in Arbeitsgruppen und Netzwerktreffen aktiv. Also es kommt immer sehr viel Arbeit auf. Alles was so runter fällt, was keiner Lust hat zu machen das mach ich.

Antonie: Gibt es irgendwelche Sachen, die du anders machen würdest, wenn du mehr Zeit für Elhana hättest? Also was sind vielleicht so Visionen oder Perspektiven, die du vielleicht hast?

Mona: Ja also viel mehr Zeit in interessante Projekte stecken, bei denen wir der Meinung sind, die auch einfach notwendig sind, um unsere Arbeit und generell das Kiezleben schöner zu gestalten. Wenn ich Zeit dafür hätte würde ich so etwas gerne mehr machen.

Antonie: Und was sind deine konkreten Ziele für Elhana?

Mona: Also ich fände es ja eigentlich nicht so schlecht, wenn wir in ein/zwei weiteren Bezirken in Berlin ein Projekt wie Elhana auf die Beine stellen würden, vielleicht wieder in Zusammenarbeit mit einem QM weil da wo schon ein QM ist, ist der Bedarf da. Ich könnte mir das hier in Steglitz in der Thermo-Siedlung z.B. auch vorstellen. Da wohnen auch sehr viele Leute und nächstes Jahr wird dort ein QM aufgemacht. Das wäre für mich eine schöne Vision, ein bisschen mehr Elhana in Berlin zu haben.

Antonie: Was macht Elhana zu einem guten Projekt, oder warum denkst du das Elhana ein so gutes Projekt ist?

Mona: Weil es, wie gesagt diese Tür öffnet, wo man nicht weiß was eigentlich dahinter ist. Das kann man ja auch gar nicht verallgemeinern, nur dass das, was auf der anderen Seite ist anders ist kann man eigentlich immer sagen. Dadurch kann ein bisschen ein besseres Verständnis für das Miteinander entstehen. In einer Zeit in der wieder viel Rechtsradikalismus und Rassismus und Fremdenfeindlichkeit usw. herrscht ist das wichtiger denn je.

Antonie: Was findest du, was könnte man noch verbessern an Elhana?

Mona: Ich finde wir könnten noch mehr bezahlte Stunden haben sodass wir vielleicht noch ein/zwei Leute einstellen können und halt wirklich Zeit haben, um Projekte zu realisieren und ich würde gerne mehr für die Lernpaten da sein und ein bisschen mehr die Kanäle für sie aufbauen. Das Freiwilligenmenagement macht gerade glaube ich viel mehr mit den Eltern und ist aber gerade nicht so sehr bei den Lernpaten in der Betreuung.

Antonie: Wo denkst du hat Elhana einen positiven Einfluss auf das Leben von denen die damit zu tun haben?

Mona: Na ich glaube bei beiden, bei den Eltern wie bei den Schüler*innen. Bei den Schülern wollen wir einen anderen Gedanken fruchten lassen. Ein Beispiel dafür ist ein Lernpate, der mit seinem Schüler in den Bundestag gegangen ist, mit so etwas wird der kleine Junge sonst gar nicht konfrontiert. In der Form werden den Kindern einfach neue Möglichkeiten aufgezeigt. Das ist bei den Eltern auch so, die nehmen ja auch viel mit.

Antonie: Wo siehst du den Mehrwert von solchen Patenschaften für den Kiez und auch vielleicht die Gesellschaft?

Mona: So ein Projekt baut hoffentlich Fremdenfeindlichkeit ab, weil man dann weiß wie es bei denen zu Hause aussieht und es baut auch auf der Seite der Bewohner Vorurteile ab.

Antonie: Und dann zum Schluss, was war dein schönster Elhana-Moment?

Mona: Was ich sehr schön fand war ein Teamevent. Kathrin hat bei der Tafel gearbeitet und dadurch sind wir, es war glaube ich die Bio Messe, im Namen der Tafel hingegangen und haben das Essen was bis zum Ende der Messe übrig geblieben ist, für die Tafel eingesammelt. Das hat gutgetan. Das fand ich war ein sehr schöner Moment für unser Team. Schlussendlich ist es auch einfach die Teamarbeit, die ich da bei Elhana auch so toll finde.

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