Interview mit Antonie

Elhana: Was ist deine Geschichte wie du zu Elhana gekommen bist? 

Antonie: Das war von ziemlich genau einem Jahr, im Februar 2020. Ich musste für mein Studium (ich studiere Sozialwissenschaften an der Humboldt Universität) ein Praktikum machen und bei der Suche nach einer Organisation, bei der mich der Aufgabenbereich interessiert und wo ich mich wohl fühle bin ich auf Elhana gestoßen. Als das Praktikum dann zu Ende war bin ich einfach geblieben!

Elhana: Was war deine Motivation dich ehrenamtlich zu engagieren?

Antonie: Durch mein Praktikum habe ich einen Einblick in eine Welt bekommen, mit der ich bisher noch wenig Kontakt hatte. Ich habe gesehen wie viele Menschen sich so liebevoll und mit Herzblut im Dütti engagieren und ich habe gesehen, wie viel diese ehrenamtlichen leisten. Da wollte ich gerne ein Teil von sein!

Elhana: Was würdest du sagen ist das Besondere an der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen aus der Werner-Düttmann-Siedlung?

Antonie: Besonders finde ich hier, wie wenig einen Unterschied machen kann. Wir sind ein so kleiner Verein und trotzdem gibt es, glaube ich viele Kinder, bei denen die Nachhilfe einen großen Einfluss auf die Biografie haben kann.

Elhana: Und was würdest du allgemein sagen, ist das Besondere an der Siedlung?

Antonie: Der Zusammenhalt. Ich bewundere das Miteinander in dieser Siedlung immer wieder!

Elhana: Warum würdest du sagen, dass ein Projekt wie Elhana besonders gut in den Kiez passt?

Antonie: Weil es so niedrigschwellig ist. Wenn man Nachhilfe für sein Kind braucht, geht man (wenn nicht gerade Corona ist) einfach in die Sprechstunde im Dütti, ohne großen organisatorischen Aufwand. 

Elhana: Dann beschreib doch mal so ein bisschen deine Aufgaben bei Elhana und was du da machst.

Antonie: Ich machen die Öffentlichkeitsarbeit für Elhana. Das bedeutet, ich betreue den Facebook und Instagram Account, poste Beiträge auf der Homepage und betreibe ein bisschen Fundraising.

Elhana: Gibt es irgendwelche Sachen, die du anders machen würdest, wenn du mehr Zeit für Elhana hättest? Also was sind vielleicht so Visionen oder Perspektiven, die du vielleicht hast?

Antonie: Ich würde gerne unsere Reichweite erhöhen und das Projekt auch in anderen Stadtteilen einführen. Ich denke es gibt viel zu viele Kinder die Hilfe in der Schule gebrauchen könnten. Und gerade fände ich es super, wenn wir Geld für Laptops oder Tablets organisieren könnten. Vielen Schülerinnen und Schülern fehlt für die Online-Schule schlicht die Ausrüstung.

Elhana: Und was sind deine konkreten Ziele für Elhana?

Antonie: Ich würde sagen das gleiche im Kleinen. Die Reichweite erhöhen und mehr Spenden sammeln wäre wichtig.

Elhana: Was macht Elhana zu einem guten Projekt, oder warum denkst du das Elhana ein so gutes Projekt ist?

Antonie: Wie ich vorhin schon meinte finde ich die Niedrigschwelligkeit super! Es gibt keine großen Hürden, denn die würde nur wieder die ausschließen die am meisten Hilfe brauchen, weil sie z.B. die deutsche Sprache nicht so gut beherrschen. 

Elhana: Was findest du, was könnte man noch verbessern an Elhana?

Antonie: Ich fände es gut, wenn wir eine oder mehr Stellen zusätzlich finanziert bekämen, damit wir noch mehr für den Dütti tun könnten.

Elhana: Wo denkst du hat Elhana einen positiven Einfluss auf das Leben von denen die damit zu tun haben?

Antonie: Ich denke es ist super für die Kinder und Jugendlichen, weil sie und ihre Probleme ernst genommen werden. Allgemein ist eine Investition in Bildung super wichtig, ohne das diese Schülerinnen und Schüler eine gute Bildung erfahren werden sich Ungleichheiten nicht abbauen. Aber ich glaube auch die Lernpatinnen und Lernpaten lernen viel dabei und bekommen einen Einblick in eine andere Lebenswirklichkeit.

Elhana: Wo siehst du den Mehrwert von solchen Patenschaften für den Kiez und auch vielleicht die Gesellschaft?

Antonie: Ich denke das besonders in einer Stadt wie Berlin oft sehr unterschiedliche Leute nebeneinanderher leben, ohne eine große Verbindung zu haben. Ein Projekt wie Elhana trägt dazu bei, dass ein Kiez oder eine Stadt wieder näher zusammenwachsen. Ich glaube das ist sehr wertvoll.

Elhana: Und dann zum Schluss, was war dein schönster Elhana-Moment?

Antonie: Im Sommer habe wir unsere Sprechstunden auf dem Platz im Dütti abgehalte und wenn ich dort war war dort immer so eine schöne Stimmung, ich glaube das waren meine Lieblings-Momente.

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