Die heutige Interview Gästin ist die liebe Katharina!

Elhana: Was ist deine Geschichte wie du zu Elhana gekommen bist?

Katharina: Vor Elhana war ich freiberuflich in der freien Kinder- und Jugendbildung tätig. Ich habe vor allem für eine Jugend-Bildungsstädte in Brandenburg gearbeitet und dort viele Kurse und Trainings gegeben z.B. über die Themen Kommunikation und Migration. Dann habe ich ein Catering Business gegründet, aber noch nicht voll davon leben können. Deswegen habe nach etwas festem gesucht und war auf einem pädagogisch betreuten Spielplatz in Moabit immer wieder als Honorarkraft tätig. Ich stellte fest, dass ich die Themen Bildung, Chancengleichheit, Kiezarbeit und Quartiersarbeit besonders spannend fand. Darum habe ich mich 2016 bei Elhana beworben.

Elhana: Was war deine Motivation dich ehrenamtlich zu engagieren?

Katharina: Auch wenn ich da mein Catering Business hatte, was auf eine Art eine nachhaltige Komponente hatte, war das das Thema was mich in meinem sozialwissenschaftlichen Master nachhaltig geprägt hatte und wo ich mir vorstellen konnte mein Leben oder meinen Alltag mit zu verbringen und mein Geld mit zu verdienen. Mir war es wichtig etwas mit Menschen zu tun zu haben oder auf ein gesellschaftliches Problem hinzuweisen. Es war ein organischer Prozess, ich habe immer mehr gemerkt, dass ich am liebsten mit Menschen arbeite.  

Elhana: Was würdest du sagen ist das Besondere an der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen aus der Werner-Düttmann-Siedlung?

Katharina: Die Werner-Düttmann-Siedlung ist ein Dorf in der Stadt. Es kennen sich wirklich alle. Deswegen bin ich auch sehr dankbar, dass wir im Dütti Treff, im Herzen der Siedlung, unsere Sprechstunden anbieten können. Was ich auch spannend finde ist hinter die Kulissen zu schauen und einen Einblick in das Leben der Familien, die wir betreuen zu bekommen. Das ist möglich, weil die Nachhilfe bei den Schüler*innen zu Hause stattfindet.

Elhana: Warum würdest du sagen, dass ein Projekt wie Elhana besonders gut in den Kiez passt?

Katharina: Unser Konzept mit der Nachhilfe in den Familien lässt sich nur in einem so kleinen Kiez wie dem Dütti realisieren und das ist schon ein Alleinstellungsmerkmal! Wir sind sehr eng mit dem Kiez verbunden und haben dadurch immer Unterstützer, die hinter uns stehen. So bekommt jedes Kind einmal die Woche diese 1:1 Betreuung und das tut vielen glaube ich gut.

Elhana: Gibt es irgendwelche Sachen, die du anders machen würdest, wenn du mehr Zeit für Elhana hättest? Also was sind vielleicht so Visionen oder Perspektiven, die du vielleicht hast?

Katharina: Ich würde gerne mehr an die Eltern rankommen und mit ihnen machen. Auch würde ich den Lernpaten gerne mehr zurückgeben. Ich finde es toll wenn Menschen sich ehrenamtlich engagieren!

Elhana: Und was sind deine konkreten Ziele für Elhana?

Katharina: Es wäre schon schön, wenn wir wieder eine größere Förderung bekämen für z.B. eine Teilzeitstelle. Dann könnten wir noch präsenter im Kiez sein.

Elhana: Was macht Elhana zu einem guten Projekt, oder warum denkst du das Elhana ein so gutes Projekt ist?

Katharina: Das gute an Elhana ist, dass es diese fokussierte Zielgruppe gibt. Für die Lernpaten ist es auch spannend in die Familien zu gehen, da kommt auch ein kultureller Austausch zu Stande. Ich glaube, dass das Augen öffnet.

Elhana: Wo denkst du hat Elhana einen positiven Einfluss auf das Leben, von denen die damit zu tun haben?

Katharina: Also für die Lernpat*innen ist es dieser Einstieg in eine andere Welt. Da werden Verbindungen geschaffen für Menschen, die sich sonst wahrscheinlich nicht getroffen hätten, also z.B. gibt es manchmal Geschichten, da wird eine Lernpatin schwanger und die Mutter des Patenkinds ist es zufällig auch und dann ist vielleicht die Patenschaft vorbei, aber die beiden treffen sich zum Spaziergang im Park. Es ist schön, wenn in Neukölln alle eng und zusammengewürfelt wohnen, aber wie eng leben sie dann wirklich? Für die Kinder ist eine Lernpatenschaft natürlich toll, die haben einen Ansprechpartner und jemanden der im richtigen Moment da ist und helfen kann.

Elhana: Wo siehst du den Mehrwert von solchen Patenschaften für den Kiez und auch vielleicht die Gesellschaft?

Katharina: Für den Kiez denke ich auf jeden Fall, weil nicht jeder so gut in der Schule oder in Gruppen lernen kann und dann braucht es da diese persönliche Betreuung. Diese Verbindungen, die geschaffen werden, können auch etwas bewirken.

Elhana: Und dann zum Schluss, was war dein schönster Elhana-Moment?Katharina: Da gibt es viele. Also ein Moment war, als eine Schülerin, die ich damals mit ihrer Patin gematcht habe, ihr MSA geschafft hat, das war toll, weil ich so von Anfang an dabei war. Oder zum Frauentag gab es früher immer eine Party im Dütti Treff, das war eine schöne Kiez-Erfahrung.

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